Förderschule für geistig Behinderte

Meißen

Historische Entwicklung der Förderschule für geistig Behinderte

 

Die Förderschule für geistig Behinderte Meißen ging hervor aus der Fördertagesstätte des ehemaligen Kreisrehabilitationszentrums Meißen. Bereits im Jahr 1973 wurde im Landkreis die erste Einrichtung für geistig Behinderte in einem Kindergarten in Meißen eingerichtet. Dabei handelte es sich um eine Tagesstätte für förderungsfähige Kinder und Jugendliche.

Im Jahr 1976 gründete sich eine Fördergruppe für Säuglinge und Kleinkinder, die erhebliche Entwicklungsrückstände aufwiesen bzw. von Behinderung bedroht waren.

Im Mai 1979 zogen die Fördertagesstätte und eine neu gebildete Arbeitstherapiegruppe. nach umfassender Rekonstruktion der Räumlichkeiten, in das Schloss Proschwitz bei Meißen ein.

Das Rehabilitationszentrum für geistig Behinderte Meißen vervollständigte sich im April 1981 durch die Gründung der Werkstatt für Behinderte.

Auf Grund dieser durchgängigen Rehabilitationskette konnte eine umfassende Förderung und Erziehung sowie medizinische Betreuung der geistig Behinderten vom Kleinkind- bis zum Erwachsenenalter abgesichert werden. Schwerstmehrfachbehinderte mussten jedoch weiterhin in gesonderten Pflegeeinrichtungen und in Heimen bzw. in der Häuslichkeit verbleiben.

Infolge der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten, die für alle Bereiche des Lebens Veränderungen mit sich brachte, kam es auch im Rehabilitationszentrum für geistig Behinderte Meißen zu einer umfassenden Umstrukturierung.

Im August 1991 entstand aus der ehemaligen Tagesstätte die Förderschule für geistig Behinderte als Bestandteil des Bildungswesens. Auf Grund der langjährigen, erfolgreichen Fördertätigkeit in der Tagesstätte gelang es dem erfahrenen Stammpersonal in relativ kurzer Zeit, den Schülern eine umfassende, dem Lehrplan entsprechende Bildung zu vermitteln. In den darauf folgenden Jahren kam es zu einem Anstieg der Schülerzahl, wobei sich auch der Anteil der Schüler mit Mehrfach- bzw. Schwerstmehrfachbehinderungen erhöhte. So musste bereits 1993 festgestellt werden, dass sowohl die räumlichen als auch die sanitärtechnischen Bedingungen im Schloss Proschwitz unzureichend waren.

Der Förderverein der Schule ging gemeinsam mit Eltern daran, eine zukunftsorientierte Lösung für die optimale Unterbringung der Kinder und Jugendlichen zu suchen. Für dieses Ziel konnten starke Verbündete gewonnen werden. Als Ergebnis langer Bemühungen beschloss der Kreistag am 17. September 1998 den Neu- und Erweiterungsbau für die Förderschule in Meißen- Zaschendorf.